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Pressemitteilung im Februar 2022

AllgemeinPressemitteilung im Februar 2022

Die Mitgliedsorganisation Hof Windheim gem. GmbH in Stadthagen hat sich im Landkreis Schaumburg und der Region Hannover seit über 30 Jahren zur Aufgabe gemacht, Menschen mit seelischen Erkrankungen Lebensräume und Hilfestellungen zu geben, die ihnen den Umgang mit ihren Schwierigkeiten erleichtern und eine Teilhabe am Leben in der Gesellschaft ermöglicht.

Am 2. Februar 2022 besuchte der Abteilungsleiter des Paritätischen Landesverbandes, Herr Dominik Baier, die Einrichtung und konnte sich im Gespräch mit dem Geschäftsführer und Gründer der gemeinnützigen GmbH, Herrn Andreas Landmann, einen Überblick über die vielfältigen Angebote verschaffen.

Von links: Dorothea Kaiser, Benjamin Zebrowski, Andreas Landmann, Dominik Baier

Landmann, der auch Vorsitzender des Sprecher- und Sprecherinnen-Gremiums im Fachbereich Soziale Psychiatrie des Paritätischen ist, stellte das umfangreiche Angebot seiner Einrichtung im Sozialraum vor. Neben dem liebevoll restaurierten Biolandhof, auf dem 29 Personen in der besonderen Wohnform leben, tragen vor allem die ambulante Unterstützungsangebote im Sozialraum dazu bei, dass die Teilhabechancen für Menschen mit Beeinträchtigungen verbessert werden.

Seit Mai 2020 gibt es das von Aktion Mensch geförderte Projekt „Let´s Work“, welches auf die oben genannte Zielgruppe fokussiert ist und diese in eine sinnstiftende Tätigkeit vermittelt. Das Angebot befindet sich in den Büroräumen der Stadthäger Fußgängerzone, in einem co-working-Space, wo sich schon vielfältige Synergieeffekte finden konnten.
Bereits in der Vergangenheit konnten, durch ähnliche Projekte und individuelle Unterstützung der Hof Windheim gem. GmbH, Menschen mit seelischer Beeinträchtigung, sowohl ins Ehrenamt, als auch in den allgemeinen Arbeitsmarkt begleitet, und somit (auf ihrem eigenen Weg) unterstützt werden.

Der Peer-Aspekt hat in der gesamten Einrichtung inzwischen eine wichtige Rolle bekommen. So werden insbesondere Menschen mit einer Behinderung in dem Betrieb mit eingebunden oder eingestellt.

Als Aufgabe der Zukunft benennt Landmann die Bewältigung des Fachkräftemangels und den Transfer des Gedankens der “Sozialen Psychiatrie“ an die nachfolgende Generation. „Hier ist noch viel Arbeit zu leisten, damit die Angebote in der Zukunft so weiter bestehen können“, so Landmann. Ziel muss es dabei sein, eine gute und abgestimmte Haltung zu den Grundgedanken des Bundesteilhabegesetzes zu erarbeiten und sich den daraus abzuleitenden Herausforderungen für die Praxisumsetzung zu stellen. Dabei steht auch die Vermittlung von digitaler Kompetenz an Menschen mit Beeinträchtigung im Vordergrund.

Dies wurde während der Corona-Pandemie besonders deutlich. Neue Angebote und Projekte zu diesem Thema sollen Menschen bei den ersten Schritten in die digitale Welt begleiten und unterstützen. Dabei fehlt es nicht an guten Ideen, wie solche Projekte kreativ und niedrigschwellig gestaltet werden können, sondern häufig an entsprechenden Finanzierungsmöglichkeiten.

Dominik Baier sieht das große Thema Inklusion als eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, die in den kommenden Jahren im Sozialraum immer wieder eingebracht und erlebbar gemacht werden muss.

Die Behinderungen eines Menschen soll nicht das Problem sein. Es sollte eine Aufforderung sein, wie wir Lösungen für unsere (digitale) Umwelt und Lebenswelt für eine soziale Teilhabe erarbeiten. „Wir befinden uns im Zuge der Umsetzung des Bundesteilhabegesetzes in einem umfassenden Transformationsprozess der Eingliederungshilfe, der an alle Akteure neue Anforderungen stellt. Als Paritätischer Niedersachsen möchten wir hierbei unsere Mitglieder bestmöglich unterstützen und begleiten, damit sich gute Angebote und Ideen im Sinne der betroffenen Menschen weiterentwickeln und sich an deren Bedürfnissen orientieren. Die innovativen Ideen und Impulse des Hof Windheims sind beeindruckend und können auch für andere Organisationen wichtige Impulse für die Weiterentwicklung ihrer Angebote bieten“, zeigte sich Dominik Baier beeindruckt im Rahmen seines Besuches.